Freitag, 24. Januar 2014

[Rezension] Christopher, Lucy ~ Ich wünschte, ich könnte dich hassen


Mein Buch des Monats - Januar!


Einzelband

Das Buch
- Titel: Ich wünschte, ich könnte dich hassen
- Original: Stolen
- Autor: Lucy Christopher
- Verlag: Carlsen
- Seitenzahl: 365 Seiten
- Preis: 8,99€
- Format: Taschenbuch
- Erschienen im Februar 2011
- ISBN: 978-3-551-31245-7
Buch beim Verlag
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Gelesen von 19. Januar bis zum 23. Januar 2014

Inhalt
"Als Gemma zu sich kommt, begreift sie nur langsam, dass sie entführt worden ist. Offenbar war ihre Zufallsbekanntschaft Ty doch nicht so freundlich wie sie dachte und hat sie ins australische Outback verschleppt. Ty meint es ernst. Er will für immer mit Gemma zusammen sein. Jedes Detail hat er bedacht, bis auf eines: Gemma will nichts von ihm. Sie versucht alles, um zu entkommen. Nach und nach entwickelt Gemma dann aber doch Gefühle für Ty – und bringt ihr Leben damit in höchste Gefahr."

Wie komme ich zu dem Buch?
Nachdem dieses Buch lange Zeit auf meiner Wunschliste rumdümpelte, brauchte ich für diesen Monat ein schwarzes Cover. Und da fiel meine Wahl auf dieses schöne Büchlein hier.

Vorab: Meine Erwartungen
Normalerweise... fällt dieses Buch eher weniger in mein normal zu lesendes Genre... Allerdings muss ja auch mal was Neues ausprobiert werden und der Klappentext klingt doch interessant. Außerdem scheint dieses Buch in Australien zu spielen, was schon mal ein sehr interessanter Handlungsort ist :)
Aber wenn ich ehrlich bin.. hab ich kein Plan, worauf ich mich hier eigentlich lasse.

Cover und Titel
Die düstere Farbe des Covers passt sehr gut zum Inhalt. Wobei die Person auf dem Cover für mich jedoch unheimlicher wirkt, als was es Ty letztendlich tut..
Auch der Titel gefällt mir sehr gut und ist auch ziemlich zutreffend. Außerdem war er es, der mich eigentlich erst wirklich auf das Buch aufmerksam gemacht hat.

Meine Meinung
Ich muss zugeben, am Anfang war ich sehr skeptisch. Ich hatte überhaupt keine Vorstellungen davon, worauf ich mich eigentlich einließ. Doch nach den ersten Seiten Eingewöhnungsphase, war ich vollkommen in der Geschichte drin.
Gemma schreibt ihre Erlebnisse in einer Art Brief, adressiert an Ty, ihren Entführer. Diese Gestaltungsweise verleiht dem Ganzen einen sehr schönen Charakter. Allerdings sind keine Kapitel vorhanden, dafür jedoch ausreichend Absätze, so dass der Leser trotzdem genügend Chancen hat, eine Verschnaufspause einzulegen.
Mit Gemma konnte ich auch sehr schnell warm werden. Die Briefform sorgt jedoch dafür, dass eine gewisse Distanz erhalten bleibt, was, wie ich finde, gar nicht so verkehrt ist in Anbetracht der Umstände.
Ty ist ebenfalls eine interessante Persönlichkeit. Mal abgesehen davon, dass er Gemma entführt hat, kann ich ihn in seinem Verhalten sogar verstehen. Und mir kam häufig der Gedanke, wie erstaunlich es doch ist, was Einsamkeit, Vernachlässigung und Unverständnis mit einem Menschen anstellen kann. Aber das ist wohl einfach das Leben. Man muss nur sehen, was man daraus macht.
Auch das Setting fand ich sehr interessant. Australien. Ich in meinem Fall hatte noch nicht viele Bücher, die in diesen Regionen spielten und dann auch noch so schön auf das Land eingehen. Da muss ich schon sagen, zusammen mit Gemma ist auch mir das Land ein wenig ans Herz gewachsen. Obwohl ich trotzdem nicht unbedingt dorthin wollen würde, aber ich möchte auch nirgendwo hin, wo es Schlangen gibt.. :D
Der Schreibstil von Lucy Christopher hat das gewisse Etwas. Und sie schafft es auch, dieses gewisse Etwas in ihren Büchern zu verarbeiten und somit den Leser zu berühren.

Fazit
Ein wundervolles Buch, das es wirklich geschafft hat, mich nochmal zu überraschen. Zudem befasst es sich mit einem wirklich komplizierten Thema, das Stockholm-Syndrom, setzt dieses gut um, so dass der Leser hinterher genauso verwirrt ist wie Gemma.
Außerdem ist mir bisher noch kein anderes Buch, mit diesem Thema, über den Weg gelaufen.

Empfehlung
Dieses Buch beschäftigt sich mit dem schwierigen Thema Stockholm-Syndrom und bringt es dem Leser auf eine interessante Weise näher.
Gleichzeitig eröffnet es aber eine völlig neue Welt, Australien.
Dieses Buch kann ich also jedem weiterempfehlen, der sich über das Thema erkundigen möchte, oder der das Land Australien näher kennen lernen möchte, beziehungsweise es bereits schätzen gelernt hat.

Zitat
"Vielleicht bin ich ja Superman." Du sahst mich mir einem Auge an, das andere hattest du wegen der Sonne geschlossen. Ich zuckte mir den Achseln.
"Wenn du Superman wärst,  hättest du mich schon längst gerettet", sagte ich leise.
"Und wer sagt, dass ich das nicht getan hab?"
"Jeder würde das sagen."
"Dann hat jeder ganz einfach den falschen Blickwinkel." Du stütztes dich auf den Ellenbogen. "Außerdem, ich kann doch nicht gleichzeitig retten und entführen. Das geht nur mit einer Persönlichkeitsspaltung."
"Gestört bist du doch schon, oder?", brummte ich.
- Seite 165

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Für die Challenge

Mein 5. Buch im Jahr 2014

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